Aus Palma nach Mittweida

Die Vorstellung, nach zwei Jahren in Palma am Mittelmeer nach Mittweida zu wechseln, war auch für mich schwierig. Natürlich sind beide Städte überhaupt nicht vergleichbar. Dennoch war ich wirklich positiv überrascht.

Die Lehrveranstaltungen an der Hochschule waren gut organisiert und ebenso praxisorientiert, wie ich es von der ASCENSO Akademie aus Palma kenne. So haben wir im Modul „Gründungsmanagement“ einen realen Businessplan erarbeitet. Dabei konnte ich meine Kommilitonen dort besser kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Allerdings war auch die Anforderung an meine Eigenverantwortung höher. In einer Hochschule mit mehr als 6.500 Studierenden sieht die individuelle Betreuung eben anders aus, als an der Akademie in Palma mit den kleinen Studiengruppen. Ich habe einmal öfter als sonst meine Mails gecheckt, um zum Beispiel Änderungen im Studienplan oder der Raumbelegung mitzubekommen. Übrigens haben sowohl die Stadt Mittweida als auch die Hochschule eine eigene App.

Auch nach den Lehrveranstaltungen war es nie langweilig. Der Studentenclub bitte regelmäßig Veranstaltungen und Partys an. Eine Tapasbar habe ich in Mittweida nicht gefunden aber auch nicht wirklich vermisst. Pizza, Döner, übrigens natürlich auch vegetarisch, kleine und preisgünstige Cafés und natürlich die Mensa der Hochschule bitten ausreichend Abwechslung. Die Mensa ist tatsächlich besser als erwartet, besonders das Salatbuffet hat mich überzeugt.

Anders als Palma ist Mittweida mit rund 16.000 Einwohnern eine Kleinstadt. Die Umgebung ist abwechslungsreich und nach zwei Jahren Großstadtleben in Palma waren die Ruhe der Kleinstadt und die Nähe zur Natur eine willkommene Abwechslung. Ich war Baden und wir haben uns im Park am Nachmittag in die Sonne gesetzt. In Summe fand ich die Hochschulphase in Mittweida wirklich gut – es kommt eben immer darauf an, was man daraus macht.