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Osterbräuche in Palma

Die Spanier messen dem Osterfest eine besondere Bedeutung bei.
Das jährliche Wiederaufleben der Passion Christi in den Prozessionen durch Palma und andere Städte stellt ein besonders fesselndes und beeindruckendes Schauspiel dar.

In der heiligen Woche, wie die Spanier Ostern nennen, wird besonders der Leiden Christi gedacht.

Die Prozessionen beginnen am Palmsonntag und ziehen sich durch die gesamte Woche. Am Gründonnerstag (jueves santo – heiliger Donnerstag) gibt es mit der Prozession der beeindruckenden Holzschnitzerei des Christus am Kreuz (Sant Crist de la sang – Christus des heiligen Blutes) die wichtigste der Osterprozessionen. Die übergroße Holzschnitzerei wird aus der Gleichnamigen Kirche von den sogenannten „cofradías“ hinaus auf die Straße getragen und von tausenden Gläubigen und Schaulustigen durch die Gassen Palmas begleitet wird. Freiwillige bereiten sich das ganze Jahr auf das Tragen der Statue und die Teilnahme an dieser Prozession vor. Erst Mitternacht endet der Marsch durch die Stadt.

Am Karfreitag findet vor der Kathedrale in Palma um die Mittagszeit eine Aufführung der Passion Christi statt, gefolgt von einer Prozession des „santo entierro“, der heiligen Beerdigung, die um 19:30 Uhr von der Kirche des heiligen Franz (San Francisco) ihren Ausgang nimmt.

Schließlich kommt es am Ostersonntag zur Wiederbegegnung vom auferstandenen Jesus Christus mit seiner Mutter, der heiligen Maria, im Rahmen der Prozession der heiligen Begegnung – „Procesión del santo encuentro“. Hierbei trägt eine Gruppe von Männern ein Abbild von Jesus Christus zu einem Bildnis der heilgen Maria, welches von einer Gruppe Frauen getragen wird. Die Freude der Mutter Gottes wird dadurch signalisiert, dass das Abbild nach oben und unten bewegt wird.

Natürlich nutzen die Spanier die Osterfeiertage auch für Besuche bei Familien und Freunden.

In diesem Sinne wünschen wir frohe Ostern!