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Typisch Spanisch

Wie jeder weiß haben Spanier einen sehr entspannten Lebensrhythmus – wenn wundert es also, dass sie auch in der Weihnachtszeit in Vielem hinterherhängen. Für die spanischen Kinder ist die Bescherung nämlich erst im Januar. Das hängt damit zusammen, dass Jesus zwar im Dezember geboren wurde, aber seine Gaben erst an dem Tag bekam, als ihn die Heiligen drei Könige (Reyes Magos) aufsuchten: am 6. Januar.

Da der Weihnachtsmann zu dieser Zeit schon im Urlaub ist, muss das Christkind den großen Schlitten ganz alleine ziehen. Zur Belohnung bekommt es aber von den Kindern Brot und Wasser vor die Tür gestellt. Trotzdem genießen die Spanier die Heilige Nacht „Noche Buena“ traditionell mit der Familie, um vor der Krippe „Villancicos“, die spanischen Weihnachtslieder anzustimmen.

Dabei wird ebenfalls die Messe des Hahns, „Misa del Gallo“ gefeiert, der die Geburt Jesu als erstes verkündet haben soll. Auch der 25. und 26. Dezember sind Weihnachtsfeiertage in Spanien. Als letztes noch eine Warnung vor dem 28. Dezember. Es ist Brauch, wie bei uns am 1. April, andere durch erfundene Geschichten hereinzulegen.

Auch die spanischen Medien machen keinen Halt vor glaubwürdig klingenden Falschmeldungen. Die ganze Scherzerei nennt sich „Día de los Inocentes“, der Tag der unschuldigen Kinder. Für ascenso-Studenten sind diese verschobenen Festlichkeiten aber gerade schön, denn so haben sie die Möglichkeit, zweimal Weihnachten zu feiern – in ihrer alten und in ihrer neuen Heimat.

Text/Bild: Onlineredaktion