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Präsenzphase in Mittweida – Zwischen Kühen und Glasfaser

Markus Klamann studierte an der ascenso Akademie in Palma. Wie alle ascenso Studenten absolvierte auch er im fünften Semester die Präsenzphase an der Hochschule Mittweida. Was er da so erlebt hat, schildert er hier.

Präsenzphase in Mittweida – Vier Wochen im Nirgendwo

Ankunft am Mittweida Bahnhof, ich bin ausgestiegen und sah erstmal nix. Es war kalt, dunkel und kein Mensch weit und breit. Ich wäre verloren gewesen, wenn mich mein Vermieter von der Pension am Inselteich nicht abgeholt hätte. Jedoch hatte mich mein Vermieter zuerst schön auf den Arm genommen. Als ich ihn angerufen habe, meinte er, er kann nicht kommen und ich müsste mir ein Taxi rufen. Man gut, dass ich kein Geld auf dem Handy hatte. Dabei stand er schon längst auf dem Parkplatz und beobachtete mich, wie ich gerade einen „Ich bin verloren“-Blick aufsetzte. Angekommen in der Pension, dachte ich zunächst, ookaaayy, von hier aus kann man nicht zu Fuß bis zur Uni laufen. Die Pension war mitten auf dem Land, zwischen Kühen und einer Glasfaserleitung. Mit all der Landluft, dem Inselteich, den Enten vom Bauern neben an, die jeden Tag „Guten Morgen“ geschnattert haben, war es sehr schön, günstig und man hatte alles was man brauchte – Internet!

Easy-going 

Die erste Woche in der Präsenzphase in Mittweida war ziemlich easy-going. Der erste Tag war eine reine Informationsveranstaltung, danach wurde erstmal die Stadt Mittweida erkundet. Dort gibt es einen schönen Marktplatz, mit allem was das Herz begehrt. Es gibt Restaurants, Banken, Bäcker, Schreibwarenladen, Döner und Pizzaläden etc. Der Rest der Woche hatten wir das Modul Existenzgründung, ein Tutorium für Examenskandidaten und zwischendurch einen Tag frei. In der zweiten Woche war Mediengeschichte dran, es gab leider kein Script und man musste tatsächlich immer anwesend sein und wirklich aufpassen und sogar mitschreiben :). Der Geschichtsunterricht war kurz bis langweilig, so wie Geschichte halt manchmal auch ist. In der dritten und vorletzten Woche hatten wir Kommunikationswissenschaften. In diesem Modul waren für mich sogar einige Bereiche dabei, die ich in meiner Spezialisierung im Onlinemarketing anwenden kann.

Keynotes, Talks, Workshops und bekannte Gesichter

In der letzten und vierten Woche hatten wir das Medienforum, Abgabe des Business Plans, dessen Präsentation und eine Klausur über Mediengeschichte und Kommunikationswissenschaft. Das Medienforum fand im hochmodernen eigenen Studio statt und einige Vorträge von den Referenten, wie z.b. von Andreas Gall – Red Bull Media House, der auch schon bei ascenso zu Gast war, waren wieder eine sehr interessante Abwechslung und die Möglichkeit persönlich Kontakte zu knüpfen. Genauso eindrucksvoll präsentierte der Filmemacher und Journalist Hubertus Koch seine Erfahrungen als Kameramann in Syrien und verstand es die Generation Y, sowie mich, in seinen Bann zu ziehen. Es war für mich persönlich die beste Präsentation. Hubertus schilderte seine Erlebnisse in einem losen, jedoch aufnahmefähigen, eher jugendlichen und teilweise vulgären, Mundwerk.

Etwas übertrieben

Natürlich klingt jetzt meine Geschichte in der Präsenzphase in Mittweida teils etwas überspitzt. Die Hochschule liegt in der sächsischen Stadt Mittweida. Mit etwa 6000 immatrikulierten Studenten ist sie die größte Hochschule des Freistaates Sachsen. Der ganze Campus verteilt sich über die Innenstadt. Sie bietet ingenieur-, medien-, wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge, zum Teil auch als Fernstudium, an. Sie gehört zu den größten und bedeutendsten technischen Ingenieurausbildungsstätten für Maschinenbau- und Elektroingenieure in Deutschland. Sie führen zu den Abschlüssen Bachelor, Master und Diplom. Unter anderem waren folgende bekannte Absolventen früher Studenten in Mittweida:

  • Hans Bahlsen (1901–1959), Ingenieur und Unternehmer in der Lebensmittelindustrie Bahlsen
  • Walter Bruch (1908–1990), Erfinder des PAL-Farbfernseh-Systems
  • August Horch (1868–1951), Gründer der Automobilbauunternehmen Horch und Audi
  • Udo Steinberg (1877–1919), deutscher Fußballspieler, Trainer und Funktionär

Der Blick zurück

Die vier Wochen Präsenzphase in Mittweida als ein weiterer Teil des Studiums und sind für mich vorerst geschafft. Nun geht es Anfang Januar ins Praktikum. Welches das ist und wo ich es absolviere, erzähle ich vielleicht ein anderes Mal. Meine Kommilitonen vor mir haben es mir schon erzählt und ich werde es euch auch erzählen. Die zwei Jahre ascenso gehen schneller vorbei als man denkt und am Ende blickt man zurück und denkt sich, wie geil eigentlich die Zeit war. Man konnte neben dem Studium viele Erfahrungen sammeln, neue Freundschaften, Bekanntschaften und ein internationales Netzwerk aufbauen.


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